arch+, Zukunftsszenarien

Berlins Zukünfte

Optional Cities – Berlins Zukünfte
Bericht aus einer Szenario-Werkstatt

von Matthias Böttger, Stefan Carsten, Ludwig Engel
Illustrationen: Laleh Torabi

Niemand hat die Absicht,
eine Mauer zu errichten.
Walter Ulbricht, 15. Juni 1961

Give me back the Berlin wall
I've seen the future, brother:
it is murder.
Leonard Cohen, The Future, 1992 

„Zukunft können wir nicht wissen, aber wir können sie gestalten.“ Mit dieser Vorgabe luden ARCH+ und raumtaktik – office from a better future – Experten verschiedener Disziplinen für einen Tag in eine Szenario-Werkstatt, um über die Zukunft Berlins zu sprechen. In welche Richtungen könnte sich die Stadt bis ins Jahr 2050 entwickeln? Entstanden sind vier Szenarien, die ein komplexes Bild der aktuellen Berliner Zukunftsängste und -hoffnungen zeichnen. Die  Entwicklungsmöglichkeiten reichen vom darbenden „Detroit der Kreativindustrie“ bis zur vollüberwachten „Global Eco-City“. 

Warum wir Zukünfte brauchen
Visionen projizieren ein gesellschaftliches Idealbild in ein ungewisses Morgen und beanspruchen die Deutungshoheit über die vielen Entwicklungsmöglichkeiten, die die Zukunft bereithält. Da Visionen Gegenentwürfe zur Realität sind, stemmen sie sich gewissermaßen gegen jegliche mögliche Zukunft. Eine Vision macht also aus vielen möglichen Zukünften eine unmögliche Zukunft. Auch die lineare Fortschreibung der Vergangenheit im Sinne der Prognostik hat sich als unbrauchbar erwiesen; Planungen, die den Fortgang der Geschichte aufgrund ihres bisherigen Verlaufs vermeintlich exakt voraussahen, erwiesen sich als zu starr und unflexibel, um mit radikalen Veränderungen umgehen zu können. Trotzdem brauchen wir Visionen und Prognosen für zukunftsbezogenes Entscheiden und Handeln. Doch nicht als sich gegenseitig ausschließende Ideologismen, sondern in ihrer Gesamtheit. Im Nebel der verschiedenen Visionen und Prognosen liegt der Möglichkeitsraum unserer Zukünfte. Je offener der Blick in die Zukunft ist, desto mehr Zukünfte können wir erahnen, desto mehr Varianten zukünftiger Entwicklungen schließt er ein und desto vielfältiger sind die Gestaltungsoptionen, die wir erhalten. Wenn wir die Zukunft schon nicht wissen, stehen wir ihrem Eintreffen dennoch nicht machtlos gegenüber: Wir können sie gestalten.

Mögliche Zukünfte: Mit der Szenario-Methode vom Heute ins Morgen
Eine mögliche Annäherung an diese Gestaltungsoptionen kann mit Hilfe verschiedener konkurrierender und sich zugleich ergänzender Szenarien erfolgen. In einem Prozess erschließen wir den Möglichkeitsraum einer bestimmten Fragestellung – in unserem Fall der Entwicklungsmöglichkeiten Berlins. Die Szenarien zeigen natürlich nicht, wie sich Berlin bis zum Jahr 2050 entwickeln wird, sondern in welche höchst unterschiedlichen Richtungen sich die Stadt bis 2050 entwickelt haben könnte, um so Rückschlüsse auf aktuelle Gestaltungspotenziale zuzulassen.
Ein Szenario-Prozess besteht aus folgenden Schritten: Zunächst werden die zu untersuchenden Umfelder und Einflussfaktoren definiert („Zukunftsmosaik“) und die darauf aufbauenden Beschreibungen der zukünftigen Entwicklungsoptionen ausgestaltet („Zukunftsraum“). Hieraus werden die Zukunftsbilder entwickelt („Zukunftsszenarien“), die schließlich als Basis für die Ableitung der szenario-spezifischen und -übergreifenden Konsequenzen („Heutiges Handeln“) dienen. 

Zukunftsmosaik
Um Berlin als soziales, ökonomisches und räumliches System in möglichen Zukünften zu beschreiben, müssen die Faktoren benannt werden, die Berlin vorausichtlich beeinflussen werden. Ein komplexes urbanes Netz voneinander abhängiger Akteure, Institutionen und Einflüsse kann nie vollständig beschrieben werden. Mit der interdisziplinären Auswahl der beteiligten Experten sollte die Komplexität Berlins möglichst breit abgedeckt werden. Die nachfolgend aufgeführten Einflussfaktoren (im Folgenden fett gedruckt) bilden zwar nur ausschnitthaft die Realität ab, sind jedoch jeweils relevante und unverzichtbare Mosaiksteinchen in dem komplexen Zukunftsbild Berlins.

Wie wird Berlin im Jahr 2050 gesteuert?
Berlin ist zahlreichen weltpolitischen Ungewissheiten ausgesetzt. Die Stadt könnte aufgrund einer guten internationalen Vernetzung produktiv in globale Prozesse eingebunden oder sich isolieren und lediglich von nationaler Bedeutung sein. DerTransfer politischer Entscheidungen von oben nach unten wird wichtiger werden. Prognosen für Berlin im Jahr 2050 schwanken zwischen den Polen einer Lähmung des politischen Apparats und neuen, kleinteilig wirksamen politischen Strukturen, die ein Maximum an gesellschaftlicher Partizipation ermöglichen. Nimmt die Berliner Politik eine zukunftsorientierte, offene Position zu Veränderungen ein oder wehrt sie sich gegen die Komplexität der Welt mit einer defensiven, konservativen Haltung? Wie entwickelt sich die Gestaltungsfähigkeit in Bezug auf Wirtschaft und Kultur, Infrastruktur und Architektur? Wird Berlin eher von Informalität bestimmt sein und sich flexibel auf neue Gegebenheiten einstellen können oder eine starre Stadt, die in Krisenkonstellationen nur schwerfällig reagieren kann? All dies ist von einem zentralen Faktor abhängig: Was ist das Besondere und Einzigartige an Berlin und wie lässt sich der vorhandene Mythos Berlin steuern und entwickeln? Für das Jahr 2050 schwanken die Ausprägungen von Konsolidierung und Erdung bis zur permanenten Selbsterneuerung.

Wie wirtschaftet Berlin im Jahr 2050?
Die Entwicklung der so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) bildet die immensen Wachstumseuphorien und -hoffnungen dieser und weiterer neuer Märkte (z.B. der „Next 11“) schon heute ab. Begegnet Berlin dieser Entwicklung auf Augenhöhe und positioniert sich als eine der neuen „Global Cities“? Oder wird Berlin der Wissens- und Ideen-Sweatshop für die neue globale Ländereliten? Wird die Entwicklung der Berliner Stadtwirtschaft ein ausreichendes Steueraufkommen generieren, damit die Stadt sich eigenständig entwickeln kann oder ist sie von einer neuen Berlin-Zulage abhängig – „Berlin am Tropf”? In welchen Unternehmensstrukturen werden wir arbeiten? Gibt es noch Großunternehmen oder nur noch kleinere? Was bedeutet dies für den Zugang zu Informationen und Wissen? Wie bilden und informieren wir uns und welche sozialen und technischen Hilfsmittel und Orte des Austausches haben wir dafür zur Verfügung? Berlin wird entweder eine inklusive und durchlässige Gesellschaft – „Berlin als Open (Knowledge) Source“ – oder eine, die durch die strikte räumliche und soziale Trennung von Wissen und Informationen gekennzeichnet ist.

Wie lebt man in Berlin im Jahr 2050?
Aus den individuellen Biografien entwickelt sich eine fragmentierte „Berliner Identität“. Wie offen ist die soziale Struktur? Der Grad an Durchlässigkeit kennzeichnet in erster Linie die soziale Mobilität. Dagegen definiert Integration das gesellschaftliche Zusammenleben in Berlin und ist abhängig von der Qualität und der Quantität der Zuwanderung – „Berlin als Zentrum für Hochqualifizierte“. Desintegration droht durch politischen Missbrauch dieser Frage. Neben der permanenten Zuwanderung ist die temporäre Migration von Bedeutung. Diese umfasst sowohl Touristen als auch Kreative wie Künstler oder Unternehmer, die sich, durch den Berlin-Mythos angezogen, temporär in Berlin aufhalten. Wird die Stadt ein „globales Zentrum für die Wissensgesellschaft“ oder verliert sie ihre Anziehungskraft? Wie reagiert Berlin auf das Ende der fossilen Energieträger und die klimatischen Herausforderungen? Wie erfolgt eine Anpassung an die Umweltbedingungen? 

Zukunftsraum
Aus den verschiedenen Faktoren des „Zukunftsmosaiks“ werden im nächsten Schritt des Szenarioprozesses zwei Schlüsselfaktoren identifiziert, die als erste Orientierungspunkte fungieren. Die Auswahl erfolgt nach zwei Kriterien: dem relativen Einfluss eines Faktors auf die Fragestellung sowie der relativen Unsicherheit der zukünftigen Entwicklung des Faktors. Die beiden Faktoren, die von den Experten als besonders wichtig, eher ungewiss und relativ unabhängig voneinander bewertet werden, spannen ein Szenariokreuz mit vier möglichen, in sich konsistenten Zukunftsräumen auf, die das Grundgerüst der vier zu beschreibenden Szenarien liefern. In den Quadranten werden die entstehenden Szenariotitel und ihre Zukunftsgeschichten verortet. Nach Bewertung der Faktoren einigt man sich auf die Faktoren Mythos Berlin (x-Achse) und Integration (y-Achse) als Szenarioachsen. Die anderen Faktoren des Zukunftsmosaiks wurden in ihren unterschiedlichen Ausprägungen den entstehenden Zukunftswelten zugeordnet; das Ergebnis waren im konkreten Fall vier Zukunftsvisionen für Berlin im Jahr 2050: Berlin Blade Runner, BERLinc., FundamentaliCITIES und ThinkTankstelle Berlin.

Die Szenarien sind jedes für sich so radikal, dass sie heutige Phänomene und Dynamiken überspitzt abbilden. So wird keines von ihnen Realität werden, aber zukünftige Entwicklungen könnten sich im Rahmen der gezeigten Möglichkeiten abspielen. Die Szenarien regen dazu an, sich über die eigenen Hoffnungen und Ängste für die urbane Zukunft bewusst zu werden und darüber nachzudenken, welche Entwicklungen man unterstützen und welche man zu vermeiden helfen möchte.

Zukunftsszenarien
Berlin Blade Runner
Zwischen Fragmentierung/Desintegration und entschwundenem Mythos Berlin finden wir eine dunkle Berliner Zukunft: ein Detroit der Kreativwirtschaft, eine Stadt, die weiterhin Transferempfänger, aber als globaler Impulsgeber für Kunst, Kultur und Geschichte irrelevant geworden ist. Wer hier nicht leben muss, zieht weiter. Berlin ist durch das hegemoniale Streben einzelner sozialer Akteure und Gruppen sozial und räumlich zergliedert – ein Sammelsurium an Ghettos, Zitadellen und Enklaven. Es gibt weder geistige noch physische Freiräume und keine Visionen für die Zukunft. Die Stadt agiert nicht mehr als regionaler, nationaler, geschweige denn globaler Akteur. Die einst verheißungsvoll vorfinanzierten klein- und mittelständischen Unternehmen verließen die Stadt als erste, nur einige Großunternehmen konnten immer wieder mit Hauptstadtzulagen zum Bleiben gezwungen werden und ziehen die verbleibenden kapitalisierbaren Ressourcen aus der Stadt. Bundestagsabgeordnete verbringen so viel Zeit, wie sie können, in ihren Heimatwahlkreisen. Christian Ströbeles Bronzestatue am Moritzplatz ist vor kurzem wieder gestohlen und diesmal nicht mehr ersetzt worden. Die Stadt ist ein Nährboden für Fundamentalismen jeder Art geworden, doch auch diese radikalen, anti-demokratischen Tendenzen stagnieren, Berlin ist einfach zu weit weg von der Welt, sogar den Fundamentalisten fehlt der Nachwuchs. Kaum ein Tourist interessiert sich noch für das billige Mauerfall-Disneyland in der Mitte der Stadt.

BERLinc.
Zwischen Integration/Homogenisierung und entschwundenem Mythos Berlin finden wir ein Berliner Futurama: Die Stadt hat sich in die Reihe der wirtschaftlich mächtigen Zentren dieser Welt eingereiht. Strategien zur ökonomisch sinnvollen Ansiedlung von Kreativ- und Zukunftsbranchen, die unermüdliche Unterstützung von klein- und mittelständischen Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Psychopharmakologie, Nanorobotics usw. haben aus Berlin einen Wissenschaftsstandort erster Güte gemacht. Berlin ist reich an Nachhaltigkeitsinitiativen, -projekten, -showrooms, -architekturen. Funkelnd gleicht es den 2010er Heile-Welt-Renderings der Architektengruppe Graft. Kein Schmutz, keine Armut, die ist inzwischen anderswo. Denn nicht umsonst wird Berlin seit einiger Zeit das „Singapur Europas“ genannt. Als 5-maliger Träger des Titels „Sustainability Capital of the World“ kommen Delegationen aus der ganzen Welt, um von Berlin zu lernen, in Berlin zu investieren. Es ist wichtig, sich ständig von seiner besten Seite zu zeigen: Die Straßen sind clean und bleiben es auch. Der Tourismus blüht und blüht: Um der Touristenmassen Herr zu werden, hat man in der Mark Brandenburg mehrere historische Stadtkerne verschiedener Epochen nachgebaut. So wandelt man morgens durchs Wilhelminische Viertel, fährt Mittags per Transrapid zum Mauerbau ins Berlin 1961, um dann um 16 Uhr dem Mauerfall am Checkpoint Charlie beizuwohnen. Berlin gleicht einer wohlgeölten Maschine. Berlin ist ein zukünftsfähiges (Stadt-)Unternehmen im 21. Jahrhundert. Berliner Politik und Wirtschaft denken regelmäßig laut darüber nach, sich aus dem antiquierten Föderationssystem zu lösen und eigenständig zu werden. Nur ein paar ganz alte Nörgler erzählen jedem, der es nicht hören will, etwas von Offenheit und Experimentierfreude in einem Berlin, das in einem Land vor unserer Zeit existierte.  

FundamentaliCITIES
Zwischen Fragmentierung/Desintegration und gelebtem Mythos Berlin finden wir ein Berlin als lebendiges urbanistisches Manifest für einen situationistischen Fundamentalismus. „Berlin ist wunderbar und einzigartig, Berlin besteht aus Blasen, Berlin ist Schaum!“ konstatierte der inzwischen 103-jährige Philosoph Peter Sloterdijk kürzlich unter großem Beifall in der Sphäriker-Blase, bevor er sich zur feierlichen Eröffnung des neuen Hauptquartiers der Berliner Alpinisten auf den Tempelhofer Berg begab. Und man muss ihm recht geben, Berlin ist wirklich erstaunlich: Urbane Inseln, die sich über die letzten 40 Jahre durch permanente Zuwanderung gebildet und gefüllt haben, haben die Gestalt der Stadt völlig verändert. Die Berliner leben in homogenen Einheiten, die sich quer über das Stadtgebiet verteilt haben. Jeweils gleicher Geschmack, Ästhetik, Stil und Kultur haben sich magnetisch angezogen und ausformiert, ohne dass die Stadtplanung daran etwas hatte ändern können. Die lokale Ausgestaltung der Inseln als ethnographische Themenparks hat für eine dauerhaft hohe Attraktion der Stadt gesorgt und für jede Blase den wirtschaftlichen Erfolg gebracht. Trotz wirtschaftlicher Prosperität entsteht kaum ein Gemeinwesen, denn die autarken Bezirke pflegen ihre Beziehungen eher mit ihren globalen Entsprechungen als mit ihren räumlichen Nachbarn. Es gibt Talibanistan, intellektuell und wirtschaftlich eng mit dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet verbunden, iBerlin, eine physische Extension von Cupertino, wo sich Apple-County als autonome Region nach dem Zerfall Kaliforniens etablierten konnte. Die eingangs erwähnten Alpinisten unterhalten starke Bindungen nach St. Moritz und in die kanadischen Rocky Mountains nach Whistler. Der Austausch findet eher in diese Richtungen statt, die Beziehung zu den räumlichen Nachbarn ist hingegen distanziert, aber friedfertig. Berlin ist in historischen Sinne keine Stadt mehr, lediglich ein Amalgam ausgelagerter Archipel anderer Sinn- und Sachzusammenhänge. Die vielen Berliner Blasen ergeben einen tragfähigen, transparenten, flexiblen – aber auch anfälligen – Schaum.

ThinkTankstelle Berlin
Zwischen Integration/Homogenisierung und gelebtem Mythos Berlin finden wir eine Stadt vor, die nun richtig arm und richtig sexy ist: Berlin ist ein Labor für soziale Innovationen und frei gelebte, parasitäre Architektur. Anything goes! Parasitäre Zufalls- und Temporärarchitekturen verändern das gebaute Bild der Stadt ständig. In parallelen Entwicklungen treiben die Einwohner ein neues Berlin voran. Ein Berlin, in dem die Stadtpolitik in erster Linie damit beschäftigt ist, die grundsätzlichen (Überlebens-)Infrastrukturen bereitzustellen und die Subventionen für das nächste Haushaltsjahr zu organisieren. Für die Entwicklung innerhalb der Stadtgrenzen haben sich andere Akteure als wirksamer erwiesen. Durch die Co-Existenz von frei gelebter Architektur und zukunftsfähiger zivilgesellschaftlicher Planung können neue Experimente ökologischen Wirtschaftens und Energiehaushaltens ausprobiert werden. Neben dem hochmodernen Plusenergiehaus, eingefasst von vertikalen Farmanlagen, hält ein ambitionierter Stadtschäfer seine Herden in den oberen Stockwerken einen Plattenbaus – das dämmt die darunterliegenden Stockwerke exzellent, dort oben könnte die Heizkosten sowieso keiner bezahlen. Berlin ist ein Paradebeispiel für den gelungen Transfer neuer Planungsorganisation, die von unten funktioniert und auf einem holistischen Wissenstransfer in Selbstorganisation basiert. Die Stadtentwicklung ist somit ein purer Transformationsprozess. Ein Problem bleibt: Alle kommen gerne zum Spielen vorbei. Jeder findet hier frische Ideen, Inspirationen, verlässt dann aber die Stadt mit vollgetankten Kreativ-Akkus Richtung Heimat, um am Businessplan zu feilen. Und ach ja: Auf dem Tempelhofer Flughafen landen jetzt wieder die Wasserstoffflugzeuge der Yuppies, die mit einer guten Berliner Idee woanders viel Geld gemacht haben und jetzt regelmäßig am Wochenende zum Feiern einfliegen ...

raumtaktik - office from a better future: Matthias Böttger, Architekt und Stadtforscher. Generalkommissar „Updating Germany“ auf der Architekturbiennale Venedig 2008. Lehrt „Kunst + Architektur“ an der ETH Zürich. Stefan Carsten, Geograph und Zukunftsforscher. Arbeitet seit 1997 in der Daimler Zukunftsforschung. Gastprofessor an der HBK Braunschweig. Ludwig Engel, Kulturwissenschaftler und Zukunftsforscher. Promoviert zum Thema „Manifestationen Urbaner Utopien im 21. Jahrhundert“. Gemeinsam arbeiten sie an urbanen Herausforderungen, räumlicher Aufklärung und entwickeln Optionen für eine bessere Zukunft. www.raumtaktik.de

 

Workshopteilnehmer:
Tom Bieling, Designer und Kommunikationsforscher
Ellen Blumenstein, Literaturwissenschaftlerin und Kuratorin
Lukas Freireiss, Künstler und Autor
Dieter Hoffmann-Axthelm, Publizist und Stadtplaner
Nikolaus Kuhnert, Architekt und Publizist
Bastian Lange, Geograph
Stephan Lanz, Stadtforscher
Michael Marten, Politologe, BMVBS
Anh-Linh Ngo, Architekt und Publizist
Oliver Schwedes, Politologe, Soziologe und Mobilitätsforscher
Judith Seng, Kulturwissenschaftlerin und Designerin

Workshopleitung:
Stefan Carsten, Matthias Böttger, Ludwig Engel

Illustratoren im Workshop:
Jennifer Morone, Benjamin Courtault, Matti Gajek, Sophia Martineck, Verena Stiebing

Assistenz:
Nicole Opel, Polina Goldberg, Diogo Pereira, Verena Schmidt